Durch Thibault — Veröffentlicht am 29. Juni 2019

GPS nutzen ohne Empfang:

Während einige Unternehmer und Technikfans in Metropolen von selbstfahrenden Autos, Lieferungen per Flugdrohnen und intelligenten Fabriken schwärmen, steht es um den Handyempfang in vielen Teilen der ländlichen Regionen deutlich schlechter. Für die Verbraucher ist dies natürlich äußerst ärgerlich. Aber warum gibt es in einigen Regionen so schlechten Handyempfang und lässt sich einige wichtige Abwendungen auch ohne GPS-Empfang nutzen?

Warum ist ein schlechter oder gar fehlender Handyempfang oft ärgerlich für die Nutzer?

Handynutzer klagen oft darüber, dass in einigen Regionen nur unzureichender Empfang zur Verfügung steht – wenn überhaupt. Besonders wenn in der eigenen Wohnung oder im Büro kaum ein Mobilfunksignal zur Verfügung steht, sind Ärgernisse vorprogrammiert: Das Schreiben von WhatsApp-Nachrichten ist kaum möglich, geschweige denn, dass ein Telefonat erfolgreich geführt werden kann. Aber auch unterwegs kann ein fehlendes Mobilfunksignal für viel Ärger sorgen, denn es lassen sich weder die wichtigen E-Mails öffnen, noch kann der Nutzer bei einer Panne beim Notdienst anrufen. Doch all dies sind nicht etwa Gründe für einen reduzierten Tarif, sondern die im Mobilfunkvertrag vereinbarten Kosten müssen in vollem Umfang gezahlt werden.

Warum gibt es besonders in den Wüstenregionen der USA oft schlechten Handyempfang?

Das amerikanische Handynetz ist mindestens genauso unübersichtlich wie hierzulande, denn auch dort gibt es keinen Netzanbieter, der zu jeder Zeit das gesamte amerikanische Gebiet abdeckt. Dementsprechend agieren auch in den USA unterschiedliche Mobilfunkanbieter wie etwa T-Mobile USA oder AT&T, von denen natürlich jeder das größte Stück der Torte abbekommen möchte. Die Folge: Dicht besiedelte Städte werden zuerst versorgt, während ländliche Wüstenregionen wie etwa Arizona und kaum bewohnte Gebiete warten müssen.

Warum ist dies bei GPS-Anwendungen wie etwas Navigations-App und Google Maps besonders ungünstig?

Heute ist es für viele Menschen unvorstellbar, den richtigen Weg ohne Google Maps zu finden. Das Smartphone hat sich längst als Alternative zum klassischen Navigationsgerät durchgesetzt, denn es ist besonders handlich, agiert schnell und lässt sich im Handumdrehen aktualisieren. Doch steht keine Internetverbindung zur Verfügung, kann sich die App nicht aktualisieren, sodass sie keinerlei Live-Informationen zum Standort mehr senden oder empfangen kann. Grundsätzlich funktionieren GPS-Apps auch ohne Internet, denn der Standort des Smartphones wird mit Hilfe von Satelliten errechnet. Dementsprechend kann sich der Nutzer zwar bei aktiviertem GPS selbst orten, allerdings wird nicht angezeigt, wo er sich aufhält, da das nötige Kartenmaterial offline nicht zur Verfügung steht. Nutzt die Navigations-App also eine aktive Internetverbindung, kann sie keine Routen neu berechnen oder ähnliches, insofern kein Empfang vorhanden ist.

Warum kann es in diesem Fall sinnvoll sein mit Offline-Anwendungen zu arbeiten, indem man die Google Maps Karten vorab aufs Smartphone herunterlädt?

Wer unterwegs böse Überraschungen vermeiden möchte, kann sich in Maps die Karten mit allen zugehörigen Informationen zur Offline-Nutzung auf dem Smartphone speichern. Zwar enthält die Offline-Version nicht so umfangreiche Informationen wie ihr Online-Pendant, dafür arbeitet sie aber zuverlässig auch dann, wenn kein ausreichender Empfang vorhanden ist. Google Maps selbst ist auf allen Android-Geräten vorinstalliert und dementsprechend sehr weit verbreitet. Die detaillierte Karte kennt nicht nur den richtigen Weg, sondern sie zeigt auch interessante Locations wie Tankstellen, Restaurants und Sehenswürdigkeiten in der Umgebung an. Damit ist der Nutzer dann gegen alle Eventualitäten gewappnet.

Wie genau funktioniert das Herunterladen von Google Maps Kartenmaterial für die Offline-Nutzung?

Um das Google-Maps Kartenmaterial für die Offline-Nutzung herunterzuladen, wählt der Nutzer im Menü der App den Punkt „Offlinekarten“ aus. Anschließend kann der gewünschte Kartenausschnitt auf der Weltkarte gesucht und heruntergeladen werden. In diesem Gebiet kann dann fortan auch ohne Empfang navigiert werden. Die App besitzt einen riesigen Umfang, denn sie wird täglich mit Millionen von Daten gespeist. Dies sorgt für eine aktuelle Navigation auch ohne Internet.

Das Fazit

Um sich von Google Maps offline navigieren zu lassen, ist ein zeitgemäßes Smartphone eine wichtige Voraussetzung. Das Gerät muss nicht nur genügend GPS-Empfang aufweisen, sondern auch genügend Speicher. Da die Karten vor der Offline-Nutzung heruntergeladen werden müssen und einige hundert Megabyte oder sogar Gigabyte groß sein können, muss genügend Speicherplatz vorhanden sein. Der Download sollte zudem ausschließlich über eine aktive WLAN-Verbindung erfolgen, denn so wird kein teures Datenvolumen verbraucht.