Ping Calls: Spamanrufe per Telefon in den USA

Ping Calls: Spamanrufe per Telefon in den USA Viele Besitzer eines Smartphones dürften es kennen: Plötzlich klingelt das Handy, doch...

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Ping Calls: Spamanrufe per Telefon in den USA

Viele Besitzer eines Smartphones dürften es kennen: Plötzlich klingelt das Handy, doch noch bevor der Anruf angenommen werden kann, stoppt auf einmal das Klingeln. Ein Blick auf die verpassten Anrufe zeigt dann eine unbekannte Nummer, die meistens ihren Ursprung im Ausland hat. Auch wenn die Verlockung groß ist, sollten Nutzer auf keinen Fall zurückrufen, da am anderen Ende der Leitung lediglich eine Spam-Falle auf sie wartet.

Was genau steckt hinter den mysteriösen Kurzanrufen?

Wird auf dem eigenen Handy ein verpasster Anruf angezeigt, so ist die normale Reaktion vieler Nutzer ein direkter Rückruf. Genau auf dieses Verhalten spekulieren auch die Initiatoren von Spam- bzw. Ping-Anrufen. Das Ziel der Anrufe ist es nämlich, unwissende Personen dazu zu bringen, eine hochpreisige Auslands-Rufnummer anzurufen. Telefonnummern dieser Art kosten den Nutzer gerne einmal mehrere Euro pro Minute, was bei längeren Anrufen sehr schnell die Handyrechnung in die Höhe treibt. Nicht ohne Grund landen die Nutzer bei einem Rückruf meistens in einer Warteschleife mit automatischer Bandansage. Auf diese Weise soll der Anrufer hingehalten werden, während im Hintergrund abkassiert wird. In aller Regel wird bei diesen Bandansagen von dubiosen Gewinnspielen oder erotischen Angeboten berichtet.

Wie sieht die Situation in den USA aus?

Da die Täter es bei Spam-Anrufen vorwiegend auf wohlhabende Länder mit zahlreichen Mobilfunknutzern abgesehen haben, sind die betrügerischen Anrufe vor allem in den USA ein massives Problem. So werden in den USA täglich abertausende Menschen mit der Hilfe von Ping-Calls um ihr Geld gebracht. An die Rufnummern ihrer Opfer kommen die Betrüger dabei über viele verschiedene Wege. Zwar existieren verschiedene Optionen um den Spam-Anrufern zu entgehen, komplett unterbinden können Nutzer die Masche allerdings nicht. Hier sind vor allem die großen Major-Netzbetreiber und Anbieter von USA Prepaid-SIM-Karten in der Pflicht.

Auf welche Weise können die großen Provider etwas gegen die Spam-Anrufe tun?

Da betrügerische Anrufe schon heute weit verbreitet sind und die Häufigkeit immer noch zunimmt, arbeiten die großen Mobilfunkanbieter in den USA derzeit an technischen Lösungen für dieses Problem. Beispielsweise hat der Konzern T-Mobile USA bereits eine Anrufer-Verifikation in sein Mobilfunknetz implementiert, welche Spam-Anrufe verhindern soll. Auch AT&T und Comcast arbeiten aktuell an einem speziellen Protokoll. Dieses Protokoll soll verhindern, dass die Betrüger massenweise Telefonnummern ergattern und für ihre Masche nutzen können. Zwar lässt sich das Problem der Spam-Anrufe mit Maßnahmen dieser Art erfolgreich eindämmen, von einem vollkommenen Schutz sind die Unternehmen allerdings noch sehr weit entfernt.

Wie können sich Nutzer in den USA und außerhalb des Landes vor den kostspieligen Anrufen schützen?

Wer sich in den USA befindet und ein Smartphone mit entsprechender Kompatibilität besitzt, sollte den Schutz vor Spam-Anrufen aufgrund der großen Gefahr selbst in die Hand nehmen. So sollte die Quelle eines jeden verpassten Anrufes genauestens unter die Lupe genommen werden. Insbesondere wenn die Nummern aus dem fernen Ausland stammen und mit Vorwahlen wie unter anderem +212 oder +257 beginnen ist höchste Vorsicht geboten. Unter keinen Umständen sollten Nutzer die Nummer für einen Anruf ins Ausland zurückrufen. Wurde eine Spam-Nummer bereits angerufen, so bleibt ein Anruf beim Netzbetreiber die letzte Option, um sein Geld mit etwas Glück zurückzuholen. Grundsätzlich ist es sinnvoll, die Rufnummern von Ping-Betrügern sofort zu sperren und beim Carrier zu melden.

Das Fazit

Wie sich zeigt, haben die großen Mobilfunkbetreiber den Kampf gegen Spam-Anrufer bereits aufgenommen. Da die Schutzmechanismen sich allerdings sehr langsam entwickeln und die Täter immer neue Methoden entdecken, müssen Nutzer sich nach wie vor selbst vor den betrügerischen Maschen schützen.

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